Bad, Küche & Waschküche
Wo Wasserdampf, Temperaturwechsel und wenig Luftzirkulation zusammenkommen, entscheidet die richtige Stoff- und Materialwahl.
Die Lösung
In Bad, Küche und Waschküche steigt regelmässig warmer Wasserdampf auf, die Temperatur schwankt und die Luft steht. Ein Plissee begegnet dem mit glatten, formstabilen Stoffen, Profilen aus Aluminium und einer Bauweise, die sich zur Reinigung werkzeuglos abnehmen lässt.
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Grundlagen
Ein Feuchtraum ist kein Raum mit einem Etikett, sondern ein Raum mit drei Eigenschaften: Es entsteht regelmässig Wasserdampf, die Temperatur wechselt schnell, und die Luft zirkuliert schlecht. Duschen, Kochen und Wäschetrocknen erzeugen genau diese Kombination.
Der Dampf schlägt sich dort nieder, wo es am kältesten ist — meist an der Fensterscheibe. Ein Textil, das direkt davor hängt, nimmt diese Feuchtigkeit auf. Deshalb entscheidet bei einem Plissee im Feuchtraum nicht die Optik, sondern das Material.
Die drei Feuchträume
Bad, Küche und Waschküche sind alle feucht — aber aus unterschiedlichen Gründen. Auf den drei Seiten finden Sie die Details zu Stoffwahl, Montage und Pflege im jeweiligen Raum.
Badezimmer
Der klassische Feuchtraum: täglicher Duschdampf trifft auf ein kleines Fenster, das zugleich blickdicht sein muss. Sichtschutz und Feuchtigkeit müssen zusammen gelöst werden.
Küche
Hier kommt zum Wasserdampf auch Kochdunst mit Fettanteil dazu. Gefragt sind glatte, abwischbare Oberflächen und eine Montage, die die Fensterbank frei lässt.
Waschküche
Trocknende Wäsche gibt über Stunden Feuchtigkeit ab, oft in einem kühlen Kellerraum mit kleinem Fenster. Robustheit und einfache Reinigung stehen im Vordergrund.
Lichtdurchlässigkeit
In Feuchträumen sind die Fenster meist klein. Halbtransparente und blickdichte Qualitäten sind hier am gefragtesten.
Transparent
Maximal hell, bricht das Licht weich. Für Feuchträume nur geeignet, wenn kein direkter Einblick besteht.
Meist gewählt
Der Klassiker in Bad und Küche: schützt tagsüber vor Einblick und lässt viel diffuses Tageslicht herein.
Meist gewählt
Voller Sichtschutz bei Tag und Nacht — wichtig, wenn abends Licht brennt. Etwas Restlicht schimmert durch.
Verdunkelung
Blackout-Stoff für komplette Dunkelheit — in Feuchträumen selten nötig, aber möglich, etwa bei Dachfenstern.
Welche Stufe zu Ihrem Raum passt, sehen Sie am besten am echten Muster — mehr dazu in den häufigen Fragen.
Stoffwahl
Vier Eigenschaften machen einen Stoff feuchtraumtauglich: eine glatte Oberfläche, an der sich Dampf und Schmutz kaum festsetzen; Formstabilität, damit die Falten bei Temperaturwechseln scharf bleiben; Pflegeleichtigkeit im Alltag; und eine Oberfläche, die sich bei Bedarf abwaschen lässt.
Offenporige, flauschige oder stark strukturierte Qualitäten sind das Gegenteil davon — sie speichern Feuchtigkeit. In der LEHA-Kollektion mit über 400 Stoffen finden sich viele glatte, pflegeleichte Qualitäten, die sich für feuchte Räume anbieten. Wir prüfen anhand des ausgewählten Stoffes und der Raumsituation, welche Ausführung geeignet ist — etwa wie gut der Raum belüftet ist und wie nah das Plissee an Dusche, Herd oder Trocknungsstelle hängt.
Am einfachsten entscheiden Sie am echten Muster: Gratis Stoffmuster bestellen oder bei der Heimberatung direkt im Raum vergleichen.
Montage & Technik
Fenster in Feuchträumen sind oft klein, im Dauerbetrieb gekippt und aus Kunststoff. Bewährt hat sich die Montage direkt am Fensterflügel — verschraubt in der Glasleiste oder auf dem Rahmen. So sitzt das Plissee nah am Glas, die Fensterbank bleibt frei, und beim Lüften bewegt sich das Plissee mit.
Metallteile aus Aluminium: Ober- und Unterschiene sowie die Profile bestehen aus eloxiertem Aluminium — ein Material, das im Gegensatz zu Stahl keinen Rost ansetzt. Gerade in Räumen mit dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit ist das ein Vorteil gegenüber Sonnenschutz mit lackierten Stahlteilen.
Ohne Bohren: An vielen Fenstern ist auch eine bohrfreie Montage mit Klemmträger oder Klebeleiste möglich — ob das bei Ihrem Fenster geht, hängt von Rahmen, Dichtungen und Öffnungsart ab. Alle Details dazu auf der Seite Plissee ohne Bohren.
Reinigung & Pflege
Genau im Feuchtraum zahlt sich das aus: Das Plissee lässt sich aus den Trägern lösen, reinigen und wieder einsetzen — ganz ohne Werkzeug und ohne Demontage der Schienen.
Der wichtigste Punkt liegt beim Nutzer: Nach dem Duschen, Kochen oder Wäscheaufhängen kurz stosslüften und das Plissee dabei geöffnet trocknen lassen. So hält sich keine Feuchtigkeit im Stoff.
Gelegentlich vorsichtig abstauben oder mit dem weichen Bürstenaufsatz absaugen. Bei glatten Stoffen genügt für Fett- oder Kalkspritzer ein feuchtes Tuch, punktuell aufgetupft.
Plissee werkzeuglos abnehmen, in der Dusche mit lauwarmem Wasser sanft abbrausen und offen — vollständig ausgezogen — trocknen lassen. Die Pflegeanleitung zum gewählten Stoff liegt jeder Lieferung bei.
Ausführliche Pflegetipps finden Sie im Ratgeber «Plissee & Vorhänge waschen und pflegen».
Farben & Gestaltung
Feuchträume sind meist die kleinsten Räume der Wohnung. Helle Töne wie Weiss, Creme und zartes Grau lassen sie grösser wirken und passen zu fast jeder Plättli- oder Küchenfront-Farbe. Wer Akzente mag, greift zu warmen Sand- und Taupetönen.
Die LEHA-Kollektion umfasst Uni-Farben, feine Strukturen und Muster — von dezent bis ausdrucksstark. Bei der Heimberatung halten wir die Muster direkt an Ihr Fenster, im echten Licht Ihres Raumes.
Zum Anschauen
Häufige Fragen
In sehr vielen Bädern, Küchen und Waschküchen ja — vorausgesetzt, Stoff und Situation passen zusammen. Wir bewerben keinen wasserfesten Spezialstoff: Ein Plissee ist ein Textil. Wir prüfen anhand des ausgewählten Stoffes und der Raumsituation, welche Ausführung geeignet ist — dazu gehören Belüftung, Fenstergrösse und der Abstand zu Dusche, Herd oder Wäschetrockner.
An drei Merkmalen: Es entsteht regelmässig Wasserdampf, die Temperatur wechselt rasch, und die Luft zirkuliert schlecht. Trifft alles drei zu — wie in Badezimmer, Küche und Waschküche — behandeln wir den Raum als Feuchtraum. Ein sicheres Alltagszeichen ist eine Fensterscheibe, die nach dem Duschen oder Kochen beschlägt.
Der Stoff sollte glatt, formstabil, pflegeleicht und bei Bedarf abwaschbar sein. Glatte Oberflächen nehmen weniger Feuchtigkeit und Schmutz auf, formstabile Qualitäten behalten ihre Falten trotz Temperaturwechseln. Offenporige oder flauschige Stoffe sind für feuchte Räume die schlechtere Wahl.
Die Schienen und Profile unserer Plissees bestehen aus eloxiertem Aluminium. Aluminium rostet nicht — das ist im Feuchtraum ein klarer Vorteil gegenüber lackierten Stahlteilen. Auch Bedienelemente und Träger sind auf den Einsatz in Wohnräumen mit erhöhter Luftfeuchtigkeit ausgelegt.
Im Alltag genügt vorsichtiges Abstauben oder Absaugen mit dem weichen Bürstenaufsatz. Bei Bedarf nehmen Sie das Plissee werkzeuglos ab, brausen es in der Dusche mit lauwarmem Wasser sanft ab und lassen es vollständig ausgezogen trocknen. Ebenso wichtig ist das Lüften: nach dem Duschen, Kochen oder Wäscheaufhängen kurz stosslüften und das Plissee dabei offen lassen.
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