Vor dem Waschen: Stoffart und Pflegeetikett prüfen
Die meisten modernen Vorhangstoffe – vom transparenten Voile bis zum blickdichten Dekostoff – bestehen aus 100 % Polyester. Das ist eine gute Nachricht: Polyester ist formstabil, knittert kaum und lässt sich problemlos zu Hause waschen. Bei Naturfasern wie Leinen, Baumwolle oder gar Seide sieht es anders aus – sie können einlaufen oder Wasserflecken bekommen.
Werfen Sie deshalb immer zuerst einen Blick aufs Pflegeetikett. Bei einem Massvorhang von vinelly wissen wir zudem genau, welcher Stoff vernäht wurde – im Zweifel genügt ein kurzer Anruf und wir sagen Ihnen, ob Ihr Stoff in die Maschine darf.
Schritt für Schritt: Vorhänge in der Maschine waschen
- 1. Vorhang aushängen – am besten zu zweit bei breiten Bahnen, so bleibt der Faltenkopf in Form.
- 2. Gleiter und Haken entfernen – das ist der wichtigste Schritt. Gleiter, Faltenhaken und Ringe können in der Trommel den Stoff aufreissen und die Maschine beschädigen. Ein eingenähtes Bleiband im Saum darf dagegen bleiben.
- 3. Ausschütteln – groben Staub draussen oder überm Balkon ausschütteln, das entlastet die Wäsche.
- 4. Locker einlegen – Vorhang lose gelegt in die Trommel, die Maschine höchstens halb füllen. Je mehr Platz der Stoff hat, desto weniger Knitterfalten entstehen.
- 5. 30° Schonwaschgang – mit Feinwaschmittel, ohne Weichspüler. Weichspüler kann feine Gewebe beschweren und die Fallweise verändern.
- 6. Kaum schleudern – niedrigste Schleuderdrehzahl oder Schleudern ganz auslassen. Der Vorhang darf tropfnass bis leicht feucht aus der Maschine kommen.
Feucht aufhängen statt bügeln
Der grösste Pflege-Trick beim Vorhang: Sie müssen nicht bügeln. Hängen Sie den noch feuchten Vorhang direkt wieder an die Schiene oder Stange. Das Eigengewicht des Stoffes zieht die Bahn beim Trocknen glatt, und der Faltenwurf – ob Schweizer Rundfalten oder Wave – formt sich am Gleiterband von selbst wieder aus.
In den Tumbler gehört ein Vorhang nie: Die Hitze kann Polyester verformen und die Falten dauerhaft zerstören. Auch flach über die Leine gelegt trocknet er schlechter – hängend ist immer die beste Position.
Diese Stoffe gehören nicht in die Waschmaschine
- Verdunkler mit Beschichtung (Blackout): Die rückseitige Thermo- oder Acrylatbeschichtung, die den Stoff zu 100 % lichtdicht macht, kann in der Trommel Knickfalten bekommen oder brechen. Solche Vorhänge nur ausbürsten, absaugen oder punktuell feucht abwischen – bei stärkerer Verschmutzung in die Textilreinigung geben.
- Akustikstoffe: Schallschluckende Stoffe sind schwer und oft mit Wollanteil gewebt. Sie verlieren in der Waschmaschine ihre Struktur – auch hier ist die professionelle Reinigung der richtige Weg.
- Seide und empfindliche Naturfasern: Grundsätzlich nur nach Pflegeetikett, im Zweifel Reinigung.
Wie oft sollten Vorhänge gewaschen werden?
In normalen Wohnräumen genügt es, Vorhänge ein- bis zweimal pro Jahr zu waschen. Dazwischen reicht einfache Pflege: regelmässig lüften, gelegentlich ausschütteln und mit der Polsterdüse des Staubsaugers auf niedriger Stufe absaugen. In der Küche oder bei Allergikern darf es etwas häufiger sein.
Übrigens: Auf Vorhänge und Raffrollos von vinelly erhalten Sie 2 Jahre Garantie. Damit sie greift, halten Sie sich einfach an die Pflegehinweise des jeweiligen Stoffes – genau dafür ist dieser Ratgeber da.
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