



Ein Vorhang hat zwei Herkünfte
Beim Vorhang gibt es keine einzige Herkunft, sondern zwei getrennte Schritte:
- Der Stoff wird gewoben, gefärbt und ausgerüstet – oft in Italien, Deutschland, Belgien, der Türkei oder Asien.
- Die Konfektion – zuschneiden, säumen, Faltenband setzen, Bleiband einziehen – passiert dort, wo genäht wird.
Wenn ein Anbieter «Made in Italy» schreibt, meint er meistens den Stoff. Genäht wird trotzdem woanders. Umgekehrt kann ein in der Schweiz genähter Vorhang aus einem italienischen Stoff bestehen. Beides ist völlig legitim – man sollte nur wissen, worüber gesprochen wird.
Was am Vorhang tatsächlich über die Qualität entscheidet
Die Herkunftsangabe sagt weniger aus als drei messbare Dinge:
- Die Ausrüstung des Stoffs: Lichtechtheit (Skala 1–8, für ein Wohnzimmerfenster mindestens Stufe 5), Schrumpfverhalten beim Waschen, Massstabilität.
- Die Stoffhöhe: Nur bei 300 cm Bahnhöhe lässt sich ein raumhoher Vorhang ohne Quernaht nähen – ein Detail, das man sofort sieht.
- Die Konfektion: Blindsaum, doppelt umgeschlagener Seitensaum, Bleiband im Saum, gleichmässiges Faltenbild über die ganze Breite. Hier entsteht der Unterschied, den man täglich sieht.
Worauf Sie im Einzelnen achten können, steht im Ratgeber edle Vorhänge erkennen.

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Heimberatung anfragen →Woher unsere Stoffe kommen – offen gesagt
Wir arbeiten nicht mit einem italienischen Weber. Unsere Stoffe stammen von:
- Stardecor – Schweizer Familienunternehmen in Teufen AR mit eigener Näherei und sehr grossem Lager. Unser Hauptpartner für Vorhangstoffe.
- JAB Anstoetz – deutsches Textilhaus mit einer der grössten Stoffkollektionen der Welt, inklusive der Designmarke Chivasso.
- Kvadrat – dänisches Textilhaus, stark bei Design- und Akustikqualitäten.
- Casatex – Schweizer Textilgrosshandel aus Untereggen SG, Teil unserer Konfektionslieferkette.
Einzelne Kollektionen dieser Häuser werden durchaus in Italien gewebt – Italien ist einer der wichtigsten Webstandorte Europas. Wir schreiben aber bewusst keinen «Made in Italy»-Stempel auf ein Produkt, dessen Webort wir nicht für jede einzelne Qualität belegen können.
Was bei uns tatsächlich in der Schweiz passiert
Ihr Vorhang wird nach Ihrem Fenstermass konfektioniert – Zuschnitt, Saum, Faltenband und Aufhängung entstehen in der Schweizer Konfektion, mit rund 3–5 Wochen Herstellungszeit. Beratung, Ausmessen und Montage machen wir selbst. Das ist der Teil der Wertschöpfung, den Sie am fertigen Vorhang wirklich sehen.
Wie Sie eine Herkunftsangabe überprüfen
- Fragen Sie nach dem Kollektionsnamen und der Artikelnummer des Stoffs – damit lässt sich der Weber nachschlagen.
- Fragen Sie getrennt nach Stoff und Näherei. Wer beides nicht auseinanderhalten kann, meint mit «Made in Italy» meist nichts Konkretes.
- Lassen Sie sich ein Muster schicken. Am Stoff selbst sehen Sie Gewicht, Fall und Rückseite – das sagt mehr als jede Herkunftsangabe.
Lieber Stoff prüfen als Etiketten lesen
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