Heller Vorhang an einem sonnendurchfluteten Fenster
Grundlage: Stoffe von Stardecor und JAB Anstoetz, Schienensysteme von LEHA.
StardecorJAB AnstoetzLEHA

Sommer: Hitze bremsen, Licht behalten

Im Sommer geht es nicht ums Verdunkeln, sondern um Wärme. Entscheidend ist dabei ein Punkt, den viele unterschätzen: Ein Innenvorhang stoppt die Hitze nicht, er verzögert sie. Die Sonnenenergie ist bereits durch das Glas im Raum; der Vorhang hält sie danach von den Möbeln fern und bremst die Aufheizung.

Was im Sommer wirklich hilft:

  • Helle Farben aussen: Ein Stoff mit heller Rückseite reflektiert einen Teil der Strahlung zurück ans Glas. Innen darf er ruhig farbig sein.
  • Dichte statt Dunkelheit: Ein dicht gewebter, heller Stoff bremst mehr als ein dünner dunkler.
  • Früh schliessen: Der Vorhang muss zu sein, bevor die Sonne aufs Fenster trifft – nicht erst, wenn es warm ist.
  • Leichte Stores für den Rest des Tages: Ein transparenter Tagesvorhang nimmt der Sonne die Härte und blendet nicht mehr.

Wer die Hitze ernsthaft draussen halten will, braucht Beschattung vor dem Glas – dazu Innen- oder Aussenbeschattung und Thermovorhang als Hitzeschutz.

Herbst: Wärme halten, Behaglichkeit schaffen

Ab Oktober dreht sich die Aufgabe um. Jetzt ist das Fenster die kälteste Fläche im Raum – man spürt die Kälte als Zugluft, auch wenn das Fenster dicht ist. Ein schwerer Vorhang legt eine ruhende Luftschicht vors Glas und unterbricht diesen Kaltluftabfall.

  • Schwerer, dicht gewebter Stoff statt leichtem Store – der Effekt kommt vom Gewicht und der Dichte.
  • Bis zum Boden, seitlich überlappend: Wärmeverlust entsteht dort, wo Luft am Vorhang vorbeizieht. Ein Vorhang, der auf der Fensterbank endet, bringt wenig.
  • Nicht über den Heizkörper hängen: Sonst wandert die Wärme direkt hinter den Vorhang ans Fenster. Bei Heizkörpern unter dem Fenster endet der Vorhang oberhalb – oder Sie wählen ein Raffrollo.
  • Abends schliessen, morgens öffnen: Nachts hält der Vorhang die Wärme, tagsüber lässt die tiefstehende Sonne kostenlose Wärme herein.

Wie gross der Effekt ist, steht im Ratgeber Vorhang und Wärmedämmung sowie in Kälteschutzvorhang.

Maiko Reiner, Inhaber von vinelly

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Der Saisonwechsel – ohne neue Löcher in der Wand

Die eleganteste Lösung ist eine zweiläufige Schiene. Hinten hängt ganzjährig der transparente Tagesvorhang, vorne wechseln Sie: im Sommer ein leichter heller Dekostoff, im Herbst der schwere Nachtvorhang. Der Wechsel dauert zu zweit rund zehn Minuten, weil die Vorhänge an Gleitern eingehängt sind – siehe ein- oder zweiläufige Vorhangschiene.

Vor dem Einlagern gehört der Sommervorhang gewaschen, sonst setzen sich Staub und Sonnenschutzmittel-Reste fest. Die Anleitung dazu: Vorhänge waschen. Lagern Sie ihn liegend und nicht in einem Plastiksack – Textilien brauchen Luft.

Farben: was im Sommer und was im Herbst funktioniert

  • Sommer: Weiss, Leinenbeige, helles Salbei, Sand, gebrochenes Grau. Sie reflektieren Licht und lassen den Raum kühl wirken.
  • Herbst: Terrakotta, warmes Ocker, Moosgrün, Rostrot, tiefes Petrol. Sie schlucken Licht und machen den Raum abends behaglich.

Ein guter Kompromiss, wenn Sie nur einen Satz Vorhänge wollen: ein warmer, mittelheller Naturton. Er funktioniert in beiden Jahreszeiten und altert farblich am unauffälligsten.

Ein Fenster, zwei Jahreszeiten

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Häufige Fragen

Gut zu wissen

Welcher Vorhang hilft im Sommer gegen Hitze?

Ein dicht gewebter Stoff mit heller Rückseite, der geschlossen wird, bevor die Sonne aufs Fenster trifft. Ein Innenvorhang stoppt die Hitze allerdings nicht, er verzögert sie – die Energie ist bereits durch das Glas. Wirklich draussen hält Hitze nur eine Beschattung vor dem Glas.

Bringt ein Vorhang im Winter etwas gegen Kälte?

Ja, spürbar. Ein schwerer, bodenlanger Vorhang legt eine ruhende Luftschicht vors Fenster und unterbricht den Kaltluftabfall, den man als Zug empfindet. Wichtig ist, dass er unten und seitlich möglichst dicht anliegt und nicht über einem Heizkörper hängt.

Lohnt es sich, Vorhänge saisonal zu wechseln?

Wenn Sie eine zweiläufige Schiene haben, ja – der Wechsel dauert rund zehn Minuten und verändert die Raumwirkung stark. Wer nur einen Satz möchte, fährt mit einem mittelhellen, warmen Naturton am besten: Er passt zu beiden Jahreszeiten.

Welche Farben passen zu welcher Jahreszeit?

Im Sommer helle, reflektierende Töne wie Weiss, Leinenbeige, Sand oder helles Salbei. Im Herbst wärmere, sattere Töne wie Terrakotta, Ocker, Moosgrün oder Rostrot – sie schlucken Licht und wirken abends behaglich.

Wie lagert man den Sommervorhang über den Winter?

Vorher waschen, damit sich Staub nicht festsetzt, gut trocknen lassen und liegend lagern – am besten in einem Baumwollsack oder Karton, nicht in Plastik. Wieder aufgehängt hängen sich die Falten mit dem eigenen Gewicht innert weniger Tage aus.