Pflegeanleitung
Warum Rollostoffe nicht in die Waschmaschine gehören
Ein Rollostoff ist auf Formstabilität gebaut. Er muss sich hunderte Male aufrollen, ohne sich zu wellen oder in der Breite zu arbeiten. Erreicht wird das über Ausrüstung und bei verdunkelnden Qualitäten über eine rückseitige Beschichtung. Genau diese Eigenschaften zerstört eine Wäsche: Der Stoff verliert seine Steifigkeit, zieht sich unregelmässig zusammen und rollt danach schief auf. Das ist nicht reparabel.
Die Grundpflege ist deshalb trocken. Rollo ganz herunterlassen, mit einem weichen Tuch oder Staubwedel von oben nach unten abfahren, bei Bedarf mit dem Staubsauger auf niedrigster Stufe und Bürstenaufsatz. Alle paar Wochen genügt — der grösste Teil des Schmutzes ist Staub, und der lässt sich mühelos entfernen, solange er lose aufliegt.
Für echte Flecken gilt: punktuell arbeiten. Ein nebelfeuchtes Tuch, etwas milde Seifenlösung, von aussen nach innen tupfen. Nicht reiben — Reiben verteilt den Fleck und rubbelt bei beschichteten Stoffen die Oberfläche an. Anschliessend das Rollo vollständig trocknen lassen, bevor Sie es aufrollen: Feuchtigkeit im Wickel führt zu Stockflecken.
Finger weg von Lösungsmitteln, Fleckensprays, Dampfreinigern und dem Bügeleisen. Alle vier greifen die Ausrüstung an. Wenn ein Fleck nicht weggeht, ist es günstiger, den Behang zu ersetzen als den Stoff zu ruinieren — die Mechanik bleibt dabei hängen, getauscht wird nur die Stoffbahn.
- Nie waschen, nie bügeln, nie dampfen — zerstört die Ausrüstung
- Alle paar Wochen trocken abstauben, von oben nach unten
- Flecken nebelfeucht von aussen nach innen tupfen, nicht reiben
- Vor dem Aufrollen vollständig trocknen lassen
Rollt Ihr Rollo schief auf oder klemmt die Kette? Das ist meist kein Stoffproblem, sondern Mechanik — siehe Rollo klemmt: was tun.