Stoffkunde
Woran Sie einen guten Rollostoff erkennen
Rollostoffe sind keine Vorhangstoffe. Sie müssen sich sauber aufrollen, dürfen sich nicht wellen und müssen formstabil bleiben, wenn die Sonne jahrelang darauf steht. Deshalb sind sie meist aus Polyester, oft beschichtet oder mit Spezialausrüstung — Leinen und Baumwolle funktionieren hier schlicht nicht.
Der wichtigste Wert ist der Transparenzgrad: transparent, halbtransparent, blickdicht oder verdunkelnd. Das ist keine Frage des Geschmacks, sondern der Funktion. Transparent lässt den Raum hell und schützt kaum vor Einblick, verdunkelnd macht dunkel und nimmt dem Raum tagsüber Licht.
Danach kommt die Farbe, und die wirkt anders als erwartet. Helle Stoffe reflektieren Licht in den Raum zurück und lassen ihn grösser wirken, dunkle schlucken es und wirken hochwertig, aber schwerer. Bei Gegenlicht verändert sich zudem jeder Ton — ein Beige kann am Fenster deutlich gelblicher aussehen als im Musterkarton.
Praktisch relevant ist schliesslich die Pflege. Rollostoffe kommen nicht in die Waschmaschine. Sie werden abgestaubt und bei Bedarf feucht abgewischt — beschichtete verdunkelnde Gewebe vertragen das am besten, offene Strukturgewebe am wenigsten. Wer Küche oder Bad ausstattet, sollte das mitdenken.
- Rollostoffe müssen formstabil sein — meist Polyester, oft beschichtet
- Transparenzgrad ist Funktion, nicht Geschmack
- Farben wirken bei Gegenlicht anders als im Musterkarton
- Nicht waschbar — abstauben und feucht abwischen
Alle Stoffe gibt es als gratis Muster nach Hause. Bei der Heimberatung im Kanton Zürich bringen wir die ganze Kollektion mit.